Wertschätzung und Dankbarkeit

Vermutlich habt ihr diese Worte schon mehrere Male aus den Mündern eurer Erziehungsberechtigten gehört. Ihr sollt für das Essen auf dem Tisch, das Dach über eurem Kopf, die Möglichkeit sich zu bilden, das Taschengeld und für jegliche haushaltsüblichen Aktivitäten, die nicht ihr erledigt, Dankbarkeit zeigen. Auch die Wertschätzung von Mitmenschen spielt eine wesentliche Rolle im sozialen Leben.

Ich  wache jeden Morgen in einem warmen Bett auf, gehe in ein vorhandenes Bad, mache mich auf den Weg in die Küche und genieße dort ein klassisches Frühstück. Ich kenne es nicht anders. Natürlich versuche ich die Wertschätzung im Hinterkopf zu behalten, doch muss ich ehrlich zugeben, dass mir das eher selten gelingt. Diesen Zustand könnte man als „verwöhnt“ bezeichnen. Auch das Dasein meines Handys, meines Laptops und anderen Wertsachen, empfinde ich schon ewig als normal. Reisen in ärmere Länder, Campingausflüge oder bewusster Verzicht, erleichtern natürlich die Wertschätzung bei der Heimkunft, wobei der Alltagstrott und somit die Selbstverständlichkeit, oft schneller zurückkehren als erwartet. Wir regen uns über Stress auf, wobei wir dankbar sein sollten in einem reichen Land zu leben. Jeder hat das schonmal gehört. Wir wissen wie man Dankbarkeit zeigt, doch fühlen wir sie auch? Diese Frage müsst ihr für euch selbst beantworten. Ich kann euch leider keine Liste bieten, mit der ihr definitiv zur ehrlichen Dankbarkeit gelangt, lediglich einige Anregungen.

 

  • Ein Familienurlaub steht auf dem Plan. Wählt statt dem All Inclusive Urlaub am Strand, doch mal den langweilig scheinenden Campingurlaub. Der Zusammenhalt wird gestärkt und die saubere Toilette im Eigenheim, scheint für eine Weile einem Wunder zu entsprechen.

 

  • Erkundigt euch nach einem Pfadfinderverein in der Nähe. Der Ruf der Pfadfinder ist seit langer Zeit nicht mehr der, der er einmal war. Eure Geschwister, Kinder oder gar ihr selbst  könnt den Spaß eines Lagers in der Wildnis erleben, Freundschaften schließen und Baden Powells (Gründer des Vereins) Visionen wieder zum Leben erwecken. Ich versichere euch, dass ihr dort Wertschätzung lernt.

 

  • Seid ihr weniger ein Freund von Ausflügen und Konfrontationen mit der Wildnis, so habe ich immerhin einen kleinen Hinweis im Zusammenhang mit der Dankbarkeit gegenüber eurer Mitmenschen. Natürlich zeigen Hilfestellungen, dass ihr euch kümmert, jedoch sind auch kleine Gestiken wie ein Lächeln oder eine Umarmung viel Wert. Unterschätzt niemals die Bedeutung eurer Körpersprache.

 

Abschließend möchte ich euch noch ein kitschiges Zitat ans Herz legen: „Die Hauptfrage unseres Lebens lautet nicht „Was kann ich bekommen?“, sondern „Was kann ich geben?“ -Robert Baden-Powell-

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