Blödsinn als Heilmittel anerkennen

Die verschiedenen Leute von verschiedener Herkunft haben oft weniger Verschiedenes in ihren Köpfen als man glaubt. Eine bestimme Kunst der Kommunikation wird in jedem Teil der Welt praktiziert und zwar der humoristische Umgang mit seinem Gegenüber, auch bekannt als „witzeln“ oder „blödeln“.

Oft als selbstverständlich empfunden, schleichen sich lustige Erzählungen, Ironie und Prisen von Sarkasmus ohne große Mühen in alltägliche Unterhaltungen. Der Grund dafür ist leicht zu erkennen, denn ohne es zu ahnen suchen sich Menschen so oft wie möglich Gründe um Lachen zu können oder andere dazu zu bringen. Sogar in Momenten des Versagens, kann Selbstironie die ein oder andere Seele retten. Nun ist jedoch nicht jeder mit dem passenden Humor für alle Situationen ausgerüstet und diesen am Realitätsstrand Gestrandeten sowie deren Gegenüber will ich mit diesem Beitrag unter die Arme greifen.

 

Beginnen wir mit Ratschlägen für Frau oder Herr Humorvoll, die auf Frau oder Herr Humorlos treffen:

  • Nicht die Nerven verlieren.

Euer Gesprächspartner hat vielleicht nicht den grandiosen Witz über seine Unfähigkeit verstanden, doch das bedeutet nicht daraufhin auf seinen fehlenden Humor appellieren zu müssen. Nehmt einen kräftigen Zug Atemluft und klärt den Unwissenden über das lustige an eurer Aussage auf, so ist zwar der Witz verloren jedoch wurden immerhin keine Gefühle verletzt.

 

  • Sich alleine an der Situation belustigen.

Mit großen Erwartungen, wie einem Lachen, seid ihr in dieser Unterhaltung auf reine Ernüchterung gestoßen. Versetzt euch in die Lage eines Außenstehenden und wiederholt die Szene in der ihr mit großen Augen auf die geplante Reaktion wartet und daraufhin enttäuscht werdet. Wenigstens konntet ihr somit euch selbst Belustigung bringen.

 

 

Jetzt kommen wir zu dem schwierigeren Fall, der oder die Humorlose ausgesetzt in einer Welt voller Jux und Tollerei:

  •  Die Mimik verrät viel.

Wie ich vorhin erwähnt habe, heben die Witzemacher gerne die Augenbrauen und schauen mit großen, erwartungsvollen Augen auf den humorlosen Unterhaltungsteilnehmer. Hier kommt euer Einsatz! Beide Mundwinkel nach oben ziehen und somit den Schein eines leichten Schmunzelns erzeugen und schon ist eure Sympathie bewahrt.

  • Hinterfragt eure „Unlustigkeit“.

Woher kommt diese Lachblockade? Ein tiefes Trauma aus der Vergangenheit oder nur harmloses Unwissen über seinen eigenen Humor könnten bei der Suche nach dem Ursprung eine Rolle spielen. Ist nur der Humor das Problem oder mach sich in euch eine allgemeine Emotionslosigkeit breit? Sich selbst kennenzulernen schadet nicht. Begibt euch z.B mit Hilfe eines „Wer lacht verliert“- Videomarathon auf eine spannende Entdeckungsreise eurer selbst.

 

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

– Immanuel Kant

 

Nicht nur das Lachen hilft uns durch das Leben, auch Blödsinn erzählen und irrsinige Dinge mit Freunden zu erfinden sollten als Heilmittel vermarktet werden. Die Seele baumeln zu lassen und den Kopf frei zu kriegen, sind unverzichtbare Aktionen in einem Menschenleben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.