Was ist eigentlich Glaube?

Immer wieder komme ich in meinem Umfeld mit Religion in Berührung. Wo oftmals angenommen wird, dass sich die jüngere Generation gerne von ihrem Glauben abwendet, kamen in verschiedenen Unterhaltungen facettenreiche Meinungen auf, die ich gerne mit euch teilen würde.

 

  • „Es ist gut jemanden zu haben, an den man sich immer wenden kann.“

Ein Satz, der sich auf mehrere Religionen beziehen kann und überall die gleiche Emotion verdrängt. Einsamkeit. Fühlt man sich von der Welt missverstanden oder fälschlich verurteilt und auch das vertraute Umfeld weiß keinen Rat mehr, so gibt es in vielen Religionen die Möglichkeit sich an einen stillen Zuhörer zu wenden. Manche mögen es als lächerlich darstellen, sich an jemanden Ungreifbaren zu wenden, wo bei den einen von Nächstenliebe gesprochen wird, haben andere die Anweisung ihre Mitmenschen zu akzeptieren und zumindest Akzeptanz sollte für Menschen aufkommen, die ihre Balance durch solche Unterhaltungen aufrechterhalten.

  • „Aufgrund der Einschränkungen, die meine Religion mit sich bringt, habe ich mich entschieden mich abzuwenden. Trotzdem kann ich mich mit ihren Grundsätzen identifizieren.“

Viele Religionen haben ihren Ursprung in einer Zeit fern von den frei liebenden Hippies und Demonstrationen für die Gleichheit der Menschen. So kommt es, dass auch Regeln, die damals aufgestellt wurden die aktuellen Generationen eher weniger anspricht. Die führt wiederum dazu, dass sich breite Massen von ihrem Glauben offiziell abwenden, aber sich immernoch als gläubig bezeichnen. Auch sie finden ihren Halt und vielleicht auch Heimat in ihrem glauben, werden aber von veralteten Regeln verscheucht.

  • „Mein Glauben bedeutet für mich Gemeinschaft. Besonders in der Fastenzeit haltet man zusammen und stärkt Beziehungen“

Für viele ist ihre Religion eine Grundlage für soziale Kontakte. Man wächst mit denselben Sitten auf, unterliegt denselben Geboten und Bräuchen und braucht sich nicht um Meinungsverschiedenheiten im Bezug auf seinen Glauben sorgen. Beziehungen, die einfach zu führen sind. In der Fastenzeit fastet man meistens nicht alleine und wird von seinen Freunden und der Familie in dieser Zeit begleitet und unterstützt, was den Zusammenhalt ohne Frage stärken kann. Somit kann auch dieser positive Aspekt nicht verleugnet werden.

  • „Warum gibt es Atheisten, wenn Religion dem Einzelnen soviel Gutes gibt“

Nach meinen Erfahrungen ist die Tendenz zum Atheismus unter der Jugend tatsächlich steigend und das kann an den verschiedensten Gründen liegen. Erdrückt von dem erzwungenen Glauben des Umfelds, gibt es viele, die den Bezug zu ihrer „Hausreligion“ verlieren und sich lieber keinem Glauben und somit uneingeschränkten Lebensweisen zuwenden. Auch der Faktor der Modernität spielt natürlich eine Rolle, so bemerken auch die Mitläufer dieser Erde, dass sich der Atheismus momentan an Beliebtheit erfreut. Eine Klassenkameradin erwähnte vor einiger Zeit, sie würde nach unserem Tod ein großes Nichts erwarten. Auch sie glaubt an etwas, weswegen ich den Begriff des „Atheisten“ meistens hinterfrage. Viele haben verschiedene Bruchteile von Religionen zusammengetan und leben nach deren Philosophien. Da es für eine Mischung jedoch nicht wirklich einen Namen gibt, denke ich das viele den Atheismus heranholen. Es ist bestimmt schön an etwas glauben zu können und ich denke, dass insgeheim jeder ein bisschen an seinem Glauben herumbastelt.

  • „Hätte jeder denselben Glauben, gäbe es wahrscheinlich nie mehr Krieg“

Wenn man Personen einen Glauben aufzuzwingen versucht, wird eher das Gegenteil von Frieden einkehren. Theoretisch wäre es auf einer Welt voller willenlosen Menschen möglich nur einen Glauben zu vertreten. Wir können froh sein unser Gehirn benutzen zu dürfen und sollten darüber nachdenken wie alle Religionen der Welt friedlich auf dem einzigen Planeten den wir haben zusammenleben können. Doch anstatt über Frieden nachzudenken, scheint es leichter zu sein, Hass über fremde Religionen zu verbreiten und den Andersgläubigen schlussendlich auch ihr Recht zu leben zu verweigern und Krieg zu führen.

Bei allen Unterhaltungen konnte ich mich mit meinen verschieden gläubigen Gesprächspartnern auf eine essenzielle Sache einigen. Es ist die Akzeptanz die Freundschaften unter den verschiedenen Religionen ermöglicht. Ein ideales Beispiel ist meine Schulklasse, in der sich fünf verschiedene Glaubensrichtungen zusammenfinden und jeder den anderen im Gesamtpaket akzeptiert.

 

Nur so kann eine Gesellschaft überleben, oder seit ihr vielleicht anderer Meinung? Ich bin immer offen für fremde Gedankengänge und andere Meinungen. Diese könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen, indem ihr auf den Titel dieses Beitrags drückt und bis nach ganz unten zur Kommentarbox scrollt. Möchtet ihr mir lieber privat schreiben, so stehe ich euch gerne über folgende E-Mail zur Verfügung:

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