Akzeptanz

Der Duden beschreibt dieses Wort folgendermaßen:  „Bereitschaft, etwas zu akzeptieren.“ Klingt einleuchtend, nicht? Widmen wir uns doch mal der tieferen Bedeutung.

Jeder kennt es, jeder tut es, jeder weiß er sollte es nicht tun. Schubladendenken.

Unser Gehirn ist  dafür geschaffen, unsere Umgebung in Kategorien einzuteilen. So könne wir zum Beispiel zwischen gefährlich und ungefährlich unterscheiden und können uns so selbst schützen. Was für ein nützliches Ding, dieses Gehirn. Natürlich lässt sich diese Einordnung nicht einfach stoppen und so stecken wir auch Menschen in verschiedene Schubladen. Was bleibt ist die Entscheidung sich mit dem Ergebnis einer Kategorisierung zufrieden zu geben, oder sich darüber aufzuregen. Hierbei kommt die Akzeptanz ins Spiel. Sich mit dem Ergebnis zufrieden zu geben und sein Leben einfach weiterzuleben scheint jedoch problematischer als gedacht. Genügend Vorfälle zwischen Homophoben und Homosexuellen, Schwarzen und Weißen, Männer und Frauen usw. bestätigen dies. Millionen von Vorfällen auf Grund dem Mangel an Akzeptanz.

Was ist daran so schwer?

Leider muss ich hierbei einen klischeehaften Faktor ansprechen. Wer sich selbst nicht akzeptiert, kann auch den Rest der Welt nicht akzeptieren. Dieser Satz wurde leider zu einer oft benutzten Ausrede, ist aber doch wahr. Unglücklicherweise kann man sich selbst zwar akzeptieren, aber dennoch anderen seine Meinung aufzwingen wollen. Was bringt es diesen Menschen, wenn sie einen auf ihre Seite bringen? Hallo gestärktes Selbstwertgefühl! Das Selbstwertgefühl wird genauso gestärkt, wenn ich einen Mitmenschen auf sein unpassendes Wesen aufmerksam mache und mich somit selbst in eine höhere Position setzte. Nun wissen wir, dass Akzeptanz eng mit Egoismus verbunden ist. Bin ich von meinen Ansichten und meinem Lebensstil überzeugt, so sollten meine Mitmenschen auf die selbe Weise leben, ansonsten stören sie meine eigene Idylle.

Das Ziel ist es, leichter und unbeschwerter durchs Leben zu gehen. Akzeptanz gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen bildet bei diesem Vorgehen den Mittelpunkt. Niemand ist alleine auf der Erde. Statt sich gegenseitig bevorzumunden und zu streiten, könnte man die Möglichkeiten von neuen Begegnungen nutzen und Interesse für aus der Norm fallende Leute zeigen. Mit Unzufriedenheit, findet niemand den Weg zum Glück. Ich bin überzeugt, dass ein Gespräch die meisten Vorurteile wegspülen würde.

Gebt den Menschen eine Chance. Es bleibt genug Zeit für entgültige Urteile.

Wissen heißt Macht

Dank Maria Theresia sind heutzutage wenig Leute unterwegs, die ohne jegliche Ausbildung in ihrer Unwissenheit dahinvegetieren. Bildung im Allgemeinen ist ein stetiges Diskussionsthema, wobei es in höheren politischen Kreisen bevorzugt wird, mehr um den Inhalt als die Gestaltung des Unterrichts zu diskutieren. Ich werde auf das Thema „Bildung“ und die Frage, ab wann eine Person als „dumm“ gilt, aus der lernenden Sichtweise eingehen.

Das Wort Schulpflicht mag nicht sonderlich positiv klingen, dennoch verhilft sie uns zu Wissen und somit Intelligenz. Zumindest wäre das der Plan, wenn da nicht das Einstudieren uninteressanter Fakten wäre, die Schüler und Schülerinnen in Form von“Bulimielernen“ in ihr Kurzzeitgedächtnis einprägen und bei der Prüfung „auskotzen“. Bei der Anwendung dieser Taktik kommen zwar keine langfristigen Wissenserweiterungen auf, das Interesse für dieses Thema wurde durch die „Faktenbüfflerei“entweder endgültig verloren, oder es kam sogar nie eins auf, aber zum Glück wird hierbei nicht das Verständnis benotet und man kommt mit einer stabilen Note nach Hause. Da scheint doch etwas nicht ganz richtig zu funktionieren.

Lassen wir die Verbesserungsvorschläge noch für später über und stellen uns die Frage, wann eine Person als dumm gilt. Menschen haben verschiedene Interessen, so scheint es nicht verwunderlich wenn eine Liebe zu Mathe auch zu guten Noten in diesem Fach führt. Doch sagen wir, diese matheliebende Person hat stereotypisch Probleme mit Fremdsprachen. Deswegen wird sie noch lange nicht als dumm bezeichnet. Die Notenverteilung ist ein Kernpunkt unseres Schulsystems. Ab der Volksschule werden individuelle Leistungen in Zahlen ausgedrückt.

Kann man in einem Zeugnis die Intelligenz eines Menschen herauslesen, ohne ihn oder sie zu kennen?

Die Ausdrucksweise, Ansichten sowie die Allgemeinbildung sind Kriterien an denen wir die Intelligenz unserer Mitmenschen, glauben zu erkennen. Das ist öfters in typischen Referatssituationen zu beobachten. Gute Redner wirken intelligent und arrangiert. Übrigens auch, wenn deren Noten nicht blendend aussehen.

Nun die Verbesserungsvorschläge bzw. Hilfestellungen. Starke Kritik, muss ich leider an der Entwicklung des Unterrichts in den letzen Jahren ausüben. Erschreckend ist nämlich, die Übereinstimmung der Unterrichtsmethoden. Der Projektor mit den Folien wird jetzt zwar PowerPoint genannt, doch das stumpfe Abschreiben ins Heft bleibt trotzdem. Wo bleiben die Veränderungen? Mir ist bewusst, dass einige Schulen bereits umgestiegen sind, allerdings nur die Wenigsten. Warum noch die Schlepperei, wenn die Schulbücher auch Online zu finden sind? Die lange Verzögerung von revolutionären Maßnahmen, wird Großteils an der unzureichenden Erfahrung der Lehrer mit neuen Gerätschaften und Softwares liegen. Dieses Problem sollte jedoch durch Fortbildungen leicht zu lösen sein, weswegen die Frage nach der Verzögerung im Raum stehen bleibt.

Auch Leonardo Da Vinci sagt: „Man lernt nie aus.“

Fazit: Schulen modernisieren und Intelligenz nicht an Noten messen.

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Man muss Präferenzen setzen

Wahrscheinlich eine Phrase, die viele von euch bereits zu hören bekamen. Der Inhalt dieser Worte wird normalerweise nicht sonderlich hinterfragt, dennoch möchte ich näher darauf eingehen.

Jeder kennt die Balance zwischen sich und der Gerechtigkeit. Nicht alle Entscheidungen die im Alltag getroffen werden müssen, sind moralisch korrekt und unparteiisch. Dies wird alleinig mit der Existenz der unberechtigt Gefangenen, oder den freilaufenden Mördern in unserem Land bestätigt. Ich will nicht zu Weit ausholen, jedoch habe ich dieses Beispiel bewusst gewählt. Kleinigkeiten wie die zwei Euro der alten Damen vor einem einzusacken, obwohl man genau ihren Verlust beobachtet hatte, weckt üblicherweise keine sonderliche Empörung. Natürlich ist jedem klar, dass dies eine moralisch verwerfliche Tat wäre und doch ist es nicht allzu schlimm, oder würdet ihr als „Gutmensch“ die Münze für die Dame aufheben?

Nehmen wir an,  genau diese Dame hat Wochen gespart um ihren Enkelkinder Weihnachtsgeschenke kaufen zu können. Diese zwei Euro würden ihr bestimmt fehlen. Wäre man mit der Situation der alten Frau bekannt gewesen, hätten sich einige vielleicht doch umentschieden. Zum Glück gibt es dieses uralte Sprichwort, mit dem man wunderbar kleine Gemeinheiten sowie Ungerechtigkeiten vertuschen kann:

„Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

Nicht nur ein eindeutiger Diebstahl ist ungerecht. Menschen werden von anderen Menschen verschieden behandelt. Wo liegt die Gerechtigkeit darin, meine beste Freundin oder meinen besten Freund anders zu behandeln als Fremde? Diese Frage klingt absurd, man kann sich ja nicht mit jedem verstehen. So kommen wir also zu der Tatsache, dass jeder von uns schon einmal ungerecht gehandelt hat.

Wie geht man nun vor? Einerseits ist die Gerechtigkeit die einen selbst betrifft immer erwünscht und andererseits wird einem so die Möglichkeit genommen unehrlich besser wie andere zu sein. Seit ehrlich zu euch selbst, wer würde sich über einen übersehenen Fehler in der Klausur oder einem zu hohen Zahltag beschweren?

Nun ist es an der Zeit, eine passende Lösung für alle zu finden. Leider eine ziemlich schwierige Sache. Eine Möglichkeit wäre die, auf die ich bereits im Titel angesprochen habe. Präferenzen zu setzen. Ist es mir mehr Wert zwei Euro reicher zu sein, oder der Dame geholfen zu haben? Komme ich damit klar eine unverdiente gute Note zu haben, oder stehe ich doch lieber zu meinen Fehlern? Mit diesem inneren Abwägen von Eigennutzen und Nächstenliebe, sollte man mit einem guten Gewissen davonkommen.

Tag für Tag

regt sich das Bedürfnis in mir, aus dem aktuellen Tag einen guten Tag zu machen. Diese Aufgabe stellt sich regelmäßig als schwieriger heraus wie man denkt. Zugegeben, lasse ich mich gerne von kleinen Katastrophen in die pessimistische Richtung ziehen, jedoch gelingt es mir durch mein eigenes Ego und meine Zielstrebigkeit immer mehr das Gute in der Welt zu sehen.

Ich habe das Glück, in einer perfekten Welt zu leben, die eine stabile Familie, eine gute Ausbildung und viele nette Menschen beinhaltet. Das ist natürlich schön und keine Selbstverständlichkeit und doch kenne ich es nicht anders. Damit will ich sagen, dass ich immer genug Raum hatte meine Persönlichkeit ohne irgendwelche Zwänge von Außen zu entwickeln. Warum habe ich trotzdem das Gefühl nicht komplett freie Entscheidungen treffen zu können? Diese Frage habe ich mir bereits öfters gestellt und es gibt viele Antworten darauf. Heute möchte ich  auf eine dieser Antworten genauer eingehen. Es geht um den Druck.

Druck.

Jedem sollte das Wort bekannt vorkommen. Nicht als das Wort, welches das bedruckte Papier beschreibt, sondern als eine psychische Belastung. Druck kann man sich überall einfangen. Druck ist auch ansteckend, das Ganze wird „Gruppenzwang“ genannt. Der Druck ist überall vertreten, wo es eine Person gibt, die über dir steht. Wo gibt es diese Person nicht? Als Arbeitnehmer gibt es deinen Arbeitgeber, der bestimmte Leistungen von dir erwartet. Leistungsdruck. Als Sohn oder Tochter hast du Eltern die du Stolz machen willst. Geltungsdruck. Als Schüler bist du jeglicher Art von Zwängen und Erwartungen ausgesetzt. Auch wenn du mit dem Glück gesegnet wurdest, ein druckfreies Umfeld zu haben, habe ich zum Beispiel das Problem mich selbst Stolz machen zu wollen. Ein großes Ego hat den Nachteil, sich selbst immer wieder beweisen zu müssen gut genug zu sein.

Die Frage aller Fragen ist:

„Wie schaffe ich es diesen Druck abzuwerfen?“

Es gibt reichlich Möglichkeiten der Entspannung. Doch ich bin nicht auf der Suche nach einem Produkt, welches mir Lügen verspricht. Ich suche nach einer schnellen Lösung die nichts kostet und effizient funktioniert. Nachdem ich von mir selbst enttäuscht wurde, steckt mir immer Wort wörtlich ein Kloß im Hals und ich könnte beginnen wie ein kleines Kind über meine Niederlage zu weinen. Mittlerweile schaffe ich es durch mein Versagen, Stärke aufzubauen. Das mag unfassbar klischeehaft klingen, entspricht aber der Wahrheit. Es ist ein langer Weg bis man auf sich selbst stolz sein kann, auch wenn man nicht perfekte Leistungen erbringt. Ich habe es alleine mithilfe meinem endlosen Bestreben nach Glück geschafft. Es macht mich glücklich, anderen Menschen zu helfen die gescheitert sind. So habe ich angefangen mir selbst zu helfen und mich glücklich zu machen. Ich suche Dinge die mich zum Lachen bringen und lasse sie in meinen pessimistischen Phasen durch meinen Kopf schwirren. Es geht nicht lange und meine Laune wird um Weiten besser. Es mag nicht immer funktionieren, doch es macht Spaß das Schöne in der Welt zu sehen.